Arzneipflanze des Jahres 2012 war die Süßholzpflanze.

Der Extrakt aus der Wurzel ist Grundlage für unser Lakritz.

Die heilsamen Wirkungen, aber auch mögliche gefährliche Nebenwirkungen waren Thema eines Beitrages der Sendereihe “Visite” im NDR- Fernsehens. Jens Bielenberg war der Interview-Partner.
Sendetermin: 10.01.2012

Wir zeigen Ihnen hier noch einmal den Beitrag unter dem Titel “Süßholzraspeln”.

Copyright: NDR-Fernsehen 2012

Heilpflanze des Jahres 2012:
Die Süßholzwurzel (Radix Liquiritiae)

Süßholzwurzel besitzt in der traditionellen Medizin der großen europäischen und asiatischen Kulturen eine herausragende Rolle, unter anderem zur Therapie von Magengeschwüren. Bereits Dioskurides berichtet über die Anwendung des Süßholzwurzel-Saftes bei Sodbrennen.

Auch als Ausgangsstoff für Lakritz erfreut sich die Süßholzwurzel nicht nur aufgrund des guten Geschmacks, sondern auch als Heilmittel bei Magenbeschwerden einer großen Beliebtheit. Bereits gegen Ende des zweiten Weltkrieges fand die moderne Wissenschaft Interesse an den günstigen Effekten von Süßholzwurzelextrakten bei Magenulcera. 1946 führte der holländische Apotheker Revers erstmalig Süßholzwurzelextrakte als Therapeutikum bei Magengeschwüren ein. Wenig später identifizierte man unter anderem die Glycyrrhetinsäure als Wirkträger der pharmakologischen Effekte. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Mikrobiologie in Kiel konnten wir eine bakterienabtötende Wirksamkeit gegen Helicobacter pylori als Verursacher von Magenulcera nachweisen.

Römer und Griechen verwendeten die Süßholzwurzel bei Asthma. In der arabischen Welt erfreut sich noch heute ein durststillender Trunk aus Süßholzwurzel großer Beliebtheit. In Rußland wurden Süßholzwurzelextrakte zur Therapie der Nebennieren- insuffizienz angewendet. Israelische Studien belegen eine Wirkung bei verschiedenen Herpesvires. Am Krebsforschungszentrum von Houston, Texas, forschte ein Team um Prof. Vogel an antikanzerogenen Effekten. Doch damit ist das breite Wirkungsspektrum der Süßholzwurzel bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Süßholzwurzel besitzt eine immunstimulierende Wirkung und wird bei vielen viralen und bakteriellen Infekten erfolgreich angewendet. Jüngere Studien belegen eine Wirksamkeit bei Leber- erkrankungen und bei Viruserkrankungen, die durch Flaviviren ausgelöst werden. Eine amerikanische Untersuchung weist sogar einen Effekt bei Grippe-Viren nach.

Blühendes Süßholz
Trotz des Namens handelt es sich um eine Staude. Sie gehört zu den Leguminosen, worauf die Schmetterlings- blüten und die gefiederten Blätter hindeuten.

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